Peter Brabeck-Letmathe

 

Geboren am 13. November 1944 in Villach ist ein österreichischer Manager und derzeit Präsident des Verwaltungsrates von Nestlé.

Das Amt des CEO von Nestlé legte er am 10. April 2008 nieder.

 

Die Abfüllung von Grundwasser in PET-Flaschen war für Nestlé ein grandioses Geschäftsmodell.

Laut Peter Brabeck liegt es in der Verantwortung der Nationalstaaten, die Einwohner von Gegenden, die nun nicht mehr über genügend Trinkwasser und Grundwasser für ihre Landwirtschaft  verfügen in die finanzielle Lage zu versetzen, sich das Wasser aus den
Nestlé PET-Flaschen kaufen zu können.

 

 
Brabeck´s Vermögen wurde 2012 vom
Schweizer Wirtschaftsmagazin 
Bilanz 
auf 150 Millionen Schweizer Franken geschätzt.

Stéphane Frédéric Hessel

 
geboren am
20. Oktober 1917 in Berlin;
verstorben am 
27. Februar 2013 in Paris;
französischer 
Résistance-Kämpfer,
Überlebender des 
Konzentrationslagers Buchenwald, Diplomat, Lyriker, Essayist 

und politischer Aktivist.

 

Entwicklungshilfe, Demokratie und 
Menschenrechte gehören zu den Themen, die Hessel besonders am Herzen lagen und für die er bis zuletzt kämpfte.


Große Aufmerksamkeit erregte sein 2010
erschienener Essay 
Empört Euch!, in dem
er harsche Kritik an aktuellen politischen Entwicklungen übt und zum 
Widerstand aufruft. Er kritisiert darin u.a. den unkontrollierten Finanzkapitalismus und
die ausufernde Macht von internationalen Konzernen
.

Bis Ende 2011 wurden alleine in Frankreich über 2 Mio. Exemplare verkauft. Der Text wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

 

 

Werner Herzog, the everlasting fascination, Öl auf Leinwand, 90 x 65 cm, 2015
Werner Herzog, the everlasting fascination, Öl auf Leinwand, 90 x 65 cm, 2015

Werner Herzog (geb. am 5. September 1942 in München; eigentlich Werner Herzog Stipetić) ist ein deutscher Filmregisseur, Opernregisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Schriftsteller. Herzog ist ein bedeutender Vertreter des „Neuen deutschen Films“ Westdeutschlands bzw. des Autorenfilms. Das Time Magazin rechnete ihn 2009 zu den 100 einflussreichsten Personen der Welt. 

Sein Werk beinhaltet neben seinen Spielfilmen auch zahlreiche dokumentarische Arbeiten. In fünf seiner bekanntesten Filme (u.a. Cobra Verde, Aguirre, der Zorn Gottes  und Fitzcarraldo) besetzte er die Hauptrolle mit Klaus Kinski. Über die oftmals schwierige Beziehung der beiden drehte er 1999 den Dokumentarfilm Mein liebster Feind.

Sein Interesse an „kulturhistorischen Stätten“ hat er u.a. in seinem 2010 entstandenen Film „Die Höhle der vergessenen Träume » (über Höhlenmalereien in der südfranzösischen Chauvet-Höhle) eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

 

Leonardo Boff, Öl auf Leinwand, 65 x 90 cm, 2015
Leonardo Boff, Öl auf Leinwand, 65 x 90 cm, 2015

Leonardo Boff (geb. am 14. Dezember 1938 in Concordia, Santa Catarina, Brasilien) ist ein katholischer Theologe. Er ist einer der Hauptvertreter der Befreiungstheologie und versucht, seine Kirche auf die Verteidigung der Menschenrechte für die Armen zu verpflichten.

1959 trat er dem Franziskanerorden bei und erhielt 1964 die Priesterweihe. Er studierte Philosophie in Curitiba und Theologie in Petrópolis (Rio de Janeiro). 1965 bis 1970 setzte er das Studium bei Karl Rahner an der Ludwig-Maximilians-Universität München fort und promovierte 1970 bei Leo Scheffczyk in Dogmatik.

Nach Brasilien zurückgekehrt arbeitete Boff von 1970 bis 1991 als Professor für Systematische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Petrópolis.

Er verfasste mehr als 60 Bücher im Bereich Theologie, Philosophie, Anthropologie und Mystik. Im Jahr 1985 erteilte der Vatikan Boff ein Rede- und Lehrverbot, durch das er weltweit bekannt wurde.

Nachdem sich Boff in verschiedenen Artikeln in der Revista Vozes mit dem Zölibat, der Machtausübung der römischen Kurie und der theologischen Inkompetenz einiger brasilianischer Bischöfe auseinandergesetzt hatte, wurde er 1991 erneut mit einer Disziplinarstrafe belegt. 

Im Juni 1992 trat er aus dem Franziskanerorden aus, ließ sich in den Laienstand versetzen und übernahm den extra für ihn geschaffenen Lehrstuhl für Ethik und Spiritualität an der Staatsuniversität in Rio de Janeiro.

Im ökologischen Reservat Jardim Araras bei Petrópolis lebt er mit der Menschenrechtlerin Marcia Maria Monteiro de Miranda und ihren sechs Kindern aus erster Ehe zusammen.

 

Jean Ziegler, Öl auf Leinwand, 65 x 90 cm, 2015
Jean Ziegler, Öl auf Leinwand, 65 x 90 cm, 2015

Jean Ziegler (geb. am 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun) ist Soziologe, Politiker und Autor. Er versteht sich als Globalisierungs-Kritiker und problematisiert die „Refeudalisierung“ der Welt. Von 1967 bis 1983 und von 1987 bis 1999 war er Genfer Abgeordneter im Nationalrat für die Sozialdemokratische Partei.

Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung  sowie Mitglied der UN-Task Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 bis 2012 gehörte Ziegler dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der UN an, im September 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Außerdem ist er im Beirat der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control tätig.

Ziegler war befreundet mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir – die anregte, seinen Vornamen in Jean zu ändern – sowie mit Che Guevara, dessen Chauffeur er während der Teilnahme Kubas an der ersten Weltzuckerkonferenz der UNO in Genf war. Bis zu seiner Emeritierung im Mai 2002 war Ziegler Professor für Soziologie an der Universität Genf sowie ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. 2015 ist im Verlag C. Bertelsmann sein Buch „Ändere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ erschienen.

 

Ute Bock, Öl auf Leinwand, 65 x 40 cm, 2015
Ute Bock, Öl auf Leinwand, 65 x 40 cm, 2015

Ute Bock (geb am 27. Juni 1942 in Linz) ist eine österreichische Erzieherin und wurde bekannt durch ihren Einsatz für Asylwerber und Flüchtlinge, die sie mit dem in Wien beheimateten Verein „Flüchtlingsprojekt Ute Bock“ mit Wohnraum, Kleidung, Kursen und der Vermittlung von juristischer und medizinischer Hilfe unterstützt.

Von 1962 bis 1969 war sie im städtischen Heim in Biedermannsdorf tätig, danach wechselte sie als „Heimmutter“ in das Gesellenheim Zohmanngasse im 10. Wiener Gemeindebezirk.

Mit Beginn der 1990er-Jahre schickte das Jugendamt vermehrt ausländische Jugendliche, anfangs Flüchtlinge der Jugoslawienkriege, später auch aus Afrika, in das Heim in der Zohmanngasse. 

Im Jahr 2000 ging Bock in Pension und kümmert sich seit diesem Zeitpunkt ehrenamtlich ständig um das von ihr initiierte Hilfsprojekt für Flüchtlinge und Asylwerber. Mit 21. Mai 2002 wurde der Ute Bock Verein Wohn- und Integrationsprojekt gegründet. Das Selbstverständnis des Vereines basiert auf vier Grundsätzen: Er ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig, will die Rechte und Kompetenzen von Flüchtlingen stärken, tritt für die Bekämpfung aller Formen von Rassismus und Diskriminierung ein und bietet seinen Klienten einen niederschwelligen Zugang zu Hilfsleistungen. In ihrem Wohnprojekt stellte sie bald rund 100 Wohnungen für über 300 Menschen aus mehr als 20 Ländern bereit, die, ohne Unterstützung von staatlicher Seite, ansonsten obdachlos wären. Weitere rund 1000 obdachlose Asylwerber haben im Rahmen eines Post- und Meldeservices ihre Zustelladresse, eine Voraussetzung etwa für den Schriftverkehr mit Behörden, beim Verein Ute Bock.

2005 war Ute Bock eine von fünf Österreicherinnen, die beim Projekt „1000 Frauen für den Friedensnobelpreis“ ausgewählt wurden. 2012 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

 

"das Apfelbäumchen" (Heini Staudinger), Öl auf Leinwand, 130 x 90 cm
"das Apfelbäumchen" (Heini Staudinger), Öl auf Leinwand, 130 x 90 cm
"Gemeinsam" (Dr. Helene Tennenbaum), Öl auf Leinwand, 80 x 130 cm, 2011
"Gemeinsam" (Dr. Helene Tennenbaum), Öl auf Leinwand, 80 x 130 cm, 2011
"Geh´n ma Taubn vergiften", Hommage an Georg Kreisler, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm, 2012
"Geh´n ma Taubn vergiften", Hommage an Georg Kreisler, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm, 2012
"Grado" (Selbstporträt), Öl auf Leinwand, 80 x 130 cm, 2010
"Grado" (Selbstporträt), Öl auf Leinwand, 80 x 130 cm, 2010
"wir stammen alle aus Afrika", Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2010
"wir stammen alle aus Afrika", Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2010